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DK38 - Dorfkirche Rosenthal
( Geschichte )
Auf dieser Seite stellen wir Ihnen die Dorfkirche Rosenthal näher vor.
Beim Anklicken des linken Fotos gelangen
Sie zurück zur Dorfkirchen-Fotoseite. |
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38. |
Rosenthal, Dorfkirche, Hauptstraße 149,
13158 Berlin (Pankow), evangelisch |
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Offizielle Kirchen-Website:
http://www.kirche-rosenthal-wilhelmsruh.de
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Geschichte des Dorfes u. der Dorfkirche Rosenthal: http://www.kirche-rosenthal-wilhelmsruh.de/ Evangelische_Kirchengemeinde_Berlin-Rosenthal.html
nachfolgend die Geschichtsbeschreibung der Dorfkirche Rosenthal des Gemeindekirchenrates
der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Rosenthal vom Juli 2009 |
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Die Dorfkirche Rosenthal lädt Sie zum Gebet oder zum andächtigen Verweilen und/oder zur Besichtigung herzlich ein.
Öffnungszeit(en) nach "Offene Kirchen 2009"
Ab 05. April 2009, Freitag 16:00 - 18:00 Uhr
Referenz: Förderkreis "www.altekirchen.de"
nach der neuen Internetseite wird es erst ab Frühling 2010 wieder eine offene Kirche geben, voraussichtlich dienstags von 16:00-18:00 Uhr
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Die Dorfkirche in Berlin-Rosenthal
Was sie über das Leben der Gemeinde in sieben Jahrhunderten aussagt.
Sie ist wahrscheinlich um 1230 erbaut worden. Ihr Mauerwerk, zum größten Teil erhalten geblieben, bildet den Mittelteil des Kirchbaus zwischen dem Turm und dem Altarraum, die beide viel jünger sind. Von außen ist die Ursprungskirche deutlich erkennbar, sie besteht aus Feldsteinen. In der Erbauungszeit wurde jeder Stein sorgfältig behauen, seine Vorderseite ist eben, mit vier glatten Seiten fügt er sich dem Nachbarstein an. Dazu war sehr viel Arbeit nötig. Das Material fand sich auf den Feldern. Die Bauern lasen die Steine auf und trugen sie zusammen. Sie halfen beim Bau mit ihrer Arbeitskraft und dem Transport. Geleitet wurde der Bau sicherlich von Mönchen, die auch den Bauplan mitbrachten. Es war wohl der einer Saalkirche, wie er im 13. Jahrhundert weit verbreitet wurde. Unsere Kirche hätte demnach wohl eine flache Balkendecke, eine gerade Wand hinter dem Altar und einen kleinen hölzernen Glockenturm gehabt. Dies alles ist bei Umbauten verschwunden. Aber die Größe der ursprünglichen Kirche zeigt noch, dass sie wohl alle Mitglieder der etwa 70 Gründerfamilien von Rosenthal in sich aufnehmen konnte. Sie war Versammlungsraum für das ganze Dorf. Die Tür dieser ältesten Kirche lag auf der Südseite. Im Feldsteinmauerwerk sind noch Reste der zugemauerten Türeinfassung zu sehen.
Bis zur Reformation
In den Jahrhunderten nach der Gründung wurde es üblich, auch Grabstätten in der Kirche anzulegen. Die Gemeindeglieder waren im katholischen Gottesdienst nicht am Empfang des Abendmahlsweins beteiligt. Aber er wurde, wie auch das geweihte Brot, auf dem Altar oder in seiner Nähe in einer Wandnische aufbewahrt. Der Altar wurde als Ort des gegenwärtigen Christus besonders verehrt. Um Christi Nähe sicher zu sein, wurden in der Nähe des Altars auch die vorhandenen Gräber angelegt. Ein altes Rechnungsbuch berichtet davon, dass der Fußboden über eingesunkenen Gräbern aus alter Zeit ausgebessert wurde.
150 Jahre nach der Gründung gehörten etwa 80 Familien zur Gemeinde. So kann man es aus einer Urkunde von 1375 schließen.
An Geräten hatte die Gemeinde in der Zeit vor der Reformation nachweislich einen Kelch, ferner ein im Mittelalter übliches Täfelchen, das als Symbol Küsse der Gemeindeglieder aufnahm: "Küsst euch alle mit dem heiligen Kuss" (1. Petrus 5, 14) war zur Zeit der Urgemeinde ein Rat an die Gemeindeglieder, um zu zeigen, dass man wie eine große Familie lebte. Es war auch ein Schaugefäß vorhanden, das bei Prozessionen durch die Felder mitgeführt wurde, wobei eine Abendmahlsoblate ausgestellt wurde.
Von all dem ist nichts mehr vorhanden oder nichts mehr zu sehen, wenn auch die ehemaligen Grüfte, mit Erde zugeworfen, sicher noch tief im Boden des Kircheninneren vorhanden sind.
Seit der Reformation
In der Reformationszeit ist an unserer Kirche nichts Grundlegendes gebaut worden. 1541, zwei Jahre nach der Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg, wurden noch Reste der Ausstattung aus katholischer Zeit aufgeführt, die später aber nicht mehr auftauchten. Eins blieb unverändert, die Gottesdienstgemeinde. 120 Abendmahlsteilnehmer werden in zwei Urkunden von 1541 und von 1574 in Rosenthal aufgeführt. Das sind die Einwohner etwa vom 12. Lebensjahr an. Nur die Kinder des Dorfes sind dabei nicht mitgerechnet. Ein zweiter Kelch wird 1574 als Inventarstück genannt. Er wurde gebraucht. Nun durfte bis auf die Kinder jedes Gemeindeglied beim Abendmahl Wein empfangen. Noch dazu wird der Priesterkelch aus katholischer Zeit wie üblich sehr klein gewesen sein.
Im 18. Jahrhundert
Nach 1700 ist die Kirche baulich sehr verändert worden. Ein Aquarellbild aus späterer Zeit zeigt, was alles erneuert wurde. Ein Turm wurde aufgesetzt, ein halbrunder Altarraum im Osten der Kirche angefügt. Die Bauformen und die leuchtend ocker-gelbe Farbe mit dem weiß gestrichenen Turm entsprachen barockem Stilempfinden. Auch Ausstattungsstücke wurden der Gemeinde geschenkt, ein Kelch, eine Weinkanne und ein Oblatenteller. Die älteren Stücke wurden eingezogen. Der Spender war der Kurfürst, der 1701 König in Preußen geworden war. Er war jetzt in Rosenthal Kirchenpatron mit allen Rechten und Pflichten.
Bis zu dieser Zeit der Bauerneuerung muss man die "Nachkriegszeit" nach dem Dreißigjährigen Krieg rechnen, der eigentlich 1648 zu Ende war.
Nur noch 25 Familien werden in zwei Urkunden von 1652 und 1664 als in Rosenthal ansässig genannt.
Das Bild, das die Kirche in dem erneuerten Bauzustand zeigt, lässt auch den Friedhof erkennen, der sich rings um die Kirche erstreckt.
Der Ort war damals über die "Rosenthaler Straße" von Berlin aus erreichbar. Angehörige des brandenburgischen Hofes fuhren gerne hier heraus, denn es gab in dieser Zeit ein kurfürstliches Lustschloss in Rosenthal, auch wurde eine Fasanerie angelegt. "Landleben auf Zeit" war Mode. Die Kirche, die dem Lustschloss benachbart war, sollte wohl einen heiteren Anblick gewähren. Ihre Farbe und Form sagen das auf dem alten Bild deutlich. Aber auch die Besitzverhältnisse sollten erkennbar sein. Das Hohenzollernwappen wurde "mitten in der Kirche" angebracht. Eine Nachbildung, die aber erst etwa 100 Jahre alt ist, steht heute im Untergeschoss des Turmes, im Eingangsbereich der Kirche.
1734 hatte der Ort - und das war zu der Zeit auch noch zugleich die Zahl der Gemeindeglieder - 183 Einwohner.
Im 19. Jahrhundert
Eine stark veränderte Ansicht bietet die Kirche seit 1880. Der heute noch stehende Teil aus Backstein wurde errichtet und nahm den Altarraum und einen Altarvorplatz auf, eingerahmt von Sitzbänken auf ebener Erde und auf zwei Emporen - großen Balkons rechts und links des Altarvorplatzes. Die Gemeinde hatte nach dem deutsch-französischen Krieg Land verkauft und in dem bauwütigen Berlin einen guten Preis erzielt. Damit wurde nun auch hier gebaut. Neben der Kirche und dem alten Schulhaus, das auch von der Kirchengemeinde errichtet und unterhalten wurde, wurde ein Kindergarten erbaut, eine Schwesternstation wurde errichtet, ein weiteres Schulhaus gegründet und für die sich bildenden Ortsteile Wilhelmsruh und Nordend umfangreiche Gemeindehäuser mit Kirchen und Diakoniegebäuden geplant und aus der Rosenthaler Kirchenkasse finanziert. Dies alles steht noch.
Im 20. Jahrhundert
Der Rosenthaler Kirche wurde im Zuge der schon 20 Jahre laufenden Baumaßnahmen der aufwendige Turm angefügt, der mit einem Übertürmchen und Kreuz und Krone auf großer Kugel geschmückt wurde (1901).
1395 Einwohner zählte Rosenthal im Jahre 1895. Das ist nicht mehr selbstverständlich mit der Zahl der Gemeindeglieder gleichzusetzen, schon weil darin auch Nordender und Wilhelmsruher Siedler mitgezählt wurden.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs hat die Kirchengemeinde sehr rasch umfangreiche Schäden am zerschossenen Turm wiederherstellen lassen, er trägt jetzt ein dem Gesamtbau viel angemesseneres, schlichteres Dach. Neue Glocken wurden anstelle der beschlagnahmten angeschafft. In den 1960er Jahren wurde eine Restaurierung des Innenraums vorgenommen. Die Buntglasfenster wurden durch weißes Glas ersetzt. Die teilweise noch vorhandene Bemalung wurde überstrichen, insgesamt erhielt die Kirche eine nüchternere Ausstattung. Der Innenraum wurde heller als die Emporen herausgenommen wurden. Die Orgel aus der Umbauzeit war und ist erhalten geblieben.
Nach der Maueröffnung wurde die Hauptstraße neben der Kirche stärker befahren, auch von großen Lkw. Das Fundament musste alsbald aufwendig stabilisiert werden, die verputzten Risse in der Südmauer sind noch zu sehen.
Unsere Gemeinde trifft sich sonn- und feiertags zum Gottesdienst in dem alten, oft erneuerten Kirchenhaus. Trauungen werden hier gehalten, die Gemeinde lädt hierher zu Veranstaltungen ein, ebenso aber auch in das Gemeindehaus in der Hauptstraße 153. Zu besonderen Veranstaltungen wird im Schaukasten eingeladen. Auch das Gemeindebüro ist hier untergebracht.
Es grüßt Sie herzlich
der Gemeindekirchenrat der
Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Rosenthal
im Juli 2009
soweit eine weitere Geschichtsbeschreibung der Rosenthaler Dorfkirche durch den Gemeindekirchenrat.
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Zurück zur Fotoseite der Dorfkirche Rosenthal.
Ich danke besonders dem Gemeindekirchenrats-mitglied und Webmaster der offiziellen Kirchen-Website
http://www.kirche-rosenthal-wilhelmsruh.de,
Herrn Christhart Thielcke, dass er mir freundlicher-weise die obige Geschichtsbeschreibung zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt und mir am 12.04.2010 die Besichtigung der Kirche ermöglicht hat.
Berlin-Rudow, 27. April 2010
Der Webmaster Johann Candler
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Der Gemeindekirchenrat der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Rosenthal beabsichtigt die Gründung eines Kirchbauvereins, der sich u.a. um die Sanierung der Dorfkirche im Inneren kümmern soll. Wenn Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, besuchen Sie bitte folgende Seite:
http://web.mac.com/gothiel/Website/ Kirchbauverein.html
Nach eigenem Augenschein kann ich nur an die kunst- und/oder kulturhistorisch orientierten Mitbürger, (auch aus anderen Gemeinden) appellieren, die Evangelische Kirchengemeinde Rosenthal tatkräftig in ihrer Absicht zu unterstützen, weitere Renovierungsarbeiten an der Dorfkirche durchzuführen, für die aber leider die nötigen finanziellen Mittel fehlen.
Eine so kleine Gemeinde wie die Rosenthaler Gemeinde ist alleine nicht in der Lage, die notwendigen Renovierungsmittel aufzubringen.
Bitte unterstützen Sie die Gemeinde und spenden Sie auf Konto-Nr.:
Konto-Nummer wird demnächst hier bekannt gegeben werden |
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Die Site wird sukzessive ergänzt und aktualisiert.
Deshalb bitte immer mal wieder reinschauen ....
Danke.
Der Webmaster
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Hier noch einmal ein paar Innenaufnahmen der Dorfkirche Rosenthal:
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Rosenthal, Dorfkirche, Altarraum,
der einer dringenden Renovierung bedarf
(Sie sehen links und rechts die notdürftig verputzten Wände, links sind die verputzten Stellen teilweise durch einen Vorhang verdeckt, was allenfalls noch besser aussieht als die verputzten Stellen selbst) |
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Rosenthal, Dorfkirche,
Deckenleuchter im Vorraum |
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Rosenthal, Dorfkirche, eine der drei Glocken
"Frieden, Freiheit und ????" |
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Rosenthal, Dorfkirche, Dinse-Orgel
neu restauriert |
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inhaltlicher Stand: 03.05.2010
zurück zur:
Fotoseite der Dorfkirche Rosenthal. |
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Gemeindebüro, Hauptstr. 153, 13158 Berlin,
Telefon: 030 - 912 3600, Fax: 030 - 9120 8971
Pfarrerin: Dagmar Althausen, E-Mail,
Tel.: 030 - 916 7775, Fax: 030 - 916 7774
(Evangelische Kirche Wilhelmsruh) |
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Verkehrsverbindungen: |
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Tram M 1, Busse 122 und 124,
Haltestelle Hauptstr. / Friedrich-Engels-Straße
Fahrpläne siehe unter: http://www.bvg.de |
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Viele der oben aufgeführten Angaben zu den Dorfkirchen sind den Büchleins "Berlins alte Dorfkirchen" von Kurt Pomplun bzw. der Website http://www.ahnenforschung-klatt.de/berlin-kirchen.htm entnommen.
Alle hier gezeigten Dorfkirchen-Fotos sind eigene Fotos, auf die die Initiatoren der Site "Berlins-alte-Dorfkirchen.de" ein Copyright haben - Nutzung (auch für private Zwecke) nur mit ausdrücklicher schriftlicher Erlaubnis.
Fremdfotos sind als solche besonders gekennzeichnet. |
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